Seit langem ist bekannt, dass auch geringer Alkoholgenuss in der Schwangerschaft zu Schädigungen des Kindes führen kann.

Trotzdem halten es 20 % der deutschen Bevölkerung für vertretbar, wenn Schwangere ab und zu ein Gläschen Alkohol zu sich nehmen. Für das ungeborene Kind kann es jedoch dramatische Auswirkungen haben. Schon ein einziger Rausch kann die Gesundheit des Ungeborenen schwer gefährden.

Das Robert-Koch-Institut kam zu dem Ergebnis, dass jede fünfte schwangere Frau nicht konsequent auf Alkohol verzichtet.

Weiterhin geht aus einer anderen Befragung hervor, dass 44 Prozent der Bevölkerung nicht wissen, dass Alkoholgenuss in der Schwangerschaft beim Foeten bleibende Schäden nach sich ziehen kann.

Es werden in Deutschland jedes Jahr 10 000 Kinder geboren, die durch den Alkoholkonsum ihrer Mütter geschädigt werden, bei etwa 2000 bis 4000 treten schwere Entwicklungsstörungen auf.

Dies Fetale Alkoholsyndrom(FAS) gilt als häufigste Ursache für eine angeborene Behinderung. Kriterien für dieses Syndrom sind Auffälligkeiten im Wachstum und im Gesicht. Die Kinder sind häufig zu klein und zu leicht. Das Fehlen der Rinne zwischen Nase und Oberlippe sowie eine schmale Oberlippe deuten auf FAS hin.

Dramatischer sind Störungen im zentralen Nervensystem. Sie führen zu verminderter Intelligenz, Problemen bei der Sprachentwicklung und der Lern- und Merkfähigkeit.

FAS ist nicht heilbar, und die Betroffenen sind ein ganzes Leben lang auf Unterstützung angewiesen.Kinder mit FAS werden häufig als faul und lernunwillig abgestempelt.

Neben FAS verursacht Alkohol in der Schwangerschaft eine weitere Vielfalt von  Entwicklungsstörungen, die scheinbar milder erscheinen. Für die spätere Entwicklung, z.B. die Berufsfähigkeit, sind auch diese Störungen gravierend. Der Prozentsatz dieser Betroffenen liegt 10 bis20 Mal höher, als der der FAS-Kranken.

FAS ist eine Behinderung, die zu 100 % vermieden werden kann.

Am 9. September war der „Tag des Alkoholgeschädigten Kindes“.

Die Bundesregierung der BRD verfolgt ein Programm, Familien mit Betroffenen zu unterstützen und auf Dauer solche Erkrankungen durch Aufklärung zu vermeiden.