Die ästhetische Medizin ist ein Teilbereich der Medizin, der sich mit der Modifizierung des äußeren Erscheinungsbildes von Menschen beschäftigt und von verschiedenen medizinischen Fachgruppen ausgeübt wird.
Der entscheidende Hintergrund für die Kombination Medizin und Ästhetik ist die Tatsache, dass die Schönheit in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle spielt. Die Gründe dafür sind beispielsweise ein neues Fitness- und Körperbewusstsein, die Angst vor dem Altern und die Ausbreitung neuer Schönheitsideale. Dementsprechend nehmen auch die Behandlungen in diesem medizinisch-ästhetischen Bereich ständig zu.

Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, Falten ohne chirurgische Maßnahmen erfolgreich zu korrigieren.

Eine häufig verwendete Methode ist die Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin (Botox). Sie ist ein einfaches, nicht-chirurgisches Verfahren und mittlerweile weltweit die beliebteste ästhetische Behandlung. Botox ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in allen europäischen Ländern ausschließlich von approbierten Ärzten verwendet werden darf. Botox ist ein Nervengift. Die in der ästhetischen Medizin verwendete Menge des Toxins ist jedoch 1000 mal kleiner als die toxische Dosis.
Der Wirkstoff blockiert die Signalübertragung von den Nervenenden auf den jeweiligen Muskel, der für die Mimikfalten verantwortlich ist. Der Muskel wird somit in seiner Aktivität eingeschränkt, und es kommt zur Faltenglättung. Diese Blockade hält 3 – 6 Monate an, ist also reversibel und nicht dauerhaft.

Eine weitere Methode ist die Faltenunterspritzung mit resorbierbarer Hyaluronsäure.

Dies ist eine Substanz, die in natürlicher Form auch im menschlichen Körper vorkommt. Ihre wichtigste Eigenschaft ist ihre enorm hohe Wasserbindungskapazität. Dadurch erhält die Haut ihre Feuchtigkeit, Elastizität und Spannkraft und sieht gesund und jünger aus. Das für die Unterspritzung verwendete Material wird synthetisch hergestellt, ist ein klares Gel und enthält kein körperfremdes Eiweiß. Somit sind allergische Reaktionen nicht zu erwarten.
Hyaluronsäure wird in 3 – 9 Monaten vom Körper abgebaut. Es genügen also zwei Behandlungen im Jahr, um den ästhetischen Effekt zu erhalten.

Bei ausgeprägtem Faltenbefund kann eine Kombination beider Methoden sinnvoll sein. Wenn sechs Wochen nach einer Botox-Behandlung noch Restfalten bestehen, kann das mit Hyaluronsäure auskorrigiert werden.