Als erstes Land der Erde will Großbritannien der Wissenschaft den Weg für eine Eizelle mit der DNA dreier Menschen freimachen. Ziel einer solchen Befruchtung ist das dadurch mögliche Eindämmen von Erbkrankheiten.
Großbritannien, das schon bei der künstlichen Befruchtung eine Vorreiterrolle spielte, wäre damit auch das erste Land, das eine genetische Modifizierung von Embryonen erlaubt.

Im Kampf gegen Erbkrankheiten wird ein Ei vor oder nach der Befruchtung genetisch so verändert, dass es die Stamm-DNA von seinen Eltern hat, doch die Mitochondrien-DNA von einer Spenderin stammt. Mitochondrien sind Zellorganellen mit einer eigenen Erbsubstanz. Damit sollen sich Mütter einen Babywunsch erfüllen können, deren Mitochondrien defekt sind.
Jährlich würden für diese Technologie etwa zwölf Frauen in Frage kommen, die an defekten Mitochondrien litten. Diese Fälle würden einer strengen Aufsicht unterliegen.

Premierminister David Cameron ist ein großer Unterstützer des Gesetzes. Er hatte selbst einen Sohn, der 2006 im Alter von sechs Jahren an einer seltenen Form der Epilepsie verstarb.