Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hatte vor Jahren bei Einnahme des Wirkstoffs  Flibanserin bei Frauen  über ein gesteigertes Lustempfinden berichtet.Aber die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA lehnte damals die Zulassung von Flibanserin aus Sorge um Nebenwirkungen ab.

Im Jahr 2015 hat nun eine Expertenkommission der FDA nach einer erneuten Prüfung diesen Wirkstoff zur Zulassung in den Vereinigten Staaten vorgeschlagen. Das Gremium stimmte mit einer Zweidrittelmehrheit für eine Genehmigung. Zumindest amerikanische Frauen hätten dann Zugang zu der Lustpille. In Europa ist das Mittel bisher nicht zugelassen.

Flibanserin soll einen Mangel an Lustgefühl bei Frauen behandeln und möglichst korrigieren. In klinischen Tests mit dem Mittel berichteten Frauen  von einer größeren Zahl „sexuell erfüllender Erfahrungen“.

Das Mittel ist durch seinen anderen Wirkungsmechanismus nicht wirklich mit dem Viagra zu vergleichen.

Flibanserin wirkt im Gehirn, Viagra im Blut.Flibanserin zielt auf Luststeigerung, Viagra verhilft Männern lediglich rein körperlich zu einer Erektion.