Im Vergleich zu 1990 hat sich die Kindersterblichkeit in der Welt um 53 % reduziert.
Das ist ein beachtlicher Teilerfolg. Aber es sterben immer noch an jedem Tag ca. 16 000 Kinder.  Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar. Dies geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef hervor. Im Jahr 2015 werden  sechs Millionen Kinder versterben, ohne ihren fünften Geburstag zu erleben. Das Ziel der UNO, von 1990  bis  2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken, wurde nicht erreicht.

Die Hauptursachen dieser Misere sind  Komplikationen bei der Geburt, Infektionskrankheiten und Unterernährung.

Eine Million dieser sechs Millionen Kinder sterben am Tag ihrer Geburt. Zwei Millionen überleben nicht die erste Lebenswoche. Unterernährung ist bei fast der Hälfte dieser Todesfälle die Ursache.

Afrika und Südasien haben die höchsten Sterberaten zu verzeichnen. Beispielsweise versterben im Tschad 85 von 1000 Kindern vor ihrem fünften Geburtstag, in Deutschland sind es 3 von 1000 .

Staaten mit hoher Kindersterblichkeit müssen stärker unterstützt werden, um das Gesundheitssystem zu verbessern. Dazu reichen einfache und bezahlbare medizinische Maßnahmen, wie Mückenschutznetze gegen Malaria, Verbesserung der Schwangerenbetreuung und der Geburtsmedizin und Verbesserung des Impfschutzes.