Seit 2015 ist die „Pille danach“ europaweit frei in den Apotheken erhältlich.
Vorher war in vielen europäischen Ländern eine gynäkologische Beratung oder Untersuchung erforderlich, um in den Besitz eines Rezeptes zu kommen. In diesen Beratungen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei der „Pille danach“ um ein Notfallmedikament für spezielle Situationen handelt.
Nach den ersten Monaten der Freigabe stellt sich heraus, dass sich der Verkauf dieser Präparate im Vergleich zu den Vorjahren überdimensional gesteigert hat. Das gibt Anlass zu der Vermutung, dass diese Medikamente unsachgemäß angewendet werden, nämlich nach jedem ungeschützten Verkehr, eventuell mehrfach im Monat.
Es sollte an dieser Stelle also nochmals darauf hingewiesen werden, dass für die alltägliche Kontrazeption die normale Antibaby-Pille zuständig ist oder andere Methoden. Bei mehrfacher unsachgemäßer Anwendung in zeitnahen Abständen besteht die Gefahr, dass der weibliche Cyclus zum Erliegen kommt.